ego to eco CoverProbleme von morgen lassen sich nicht mit den Mitteln und Ideen von gestern lösen. Diese Grunderkenntnis von A. Einstein trifft auf die heutigen Anforderungen in Organisationen umso mehr zu. Die steigende Komplexität und disruptive Dynamik unseres Wirtschaftssystems pflanzt sich unmittelbar in Unternehmen und Organisationen fort. Auch für die Menschen in Führungsverantwortung verschiebt sich zunehmend der Handlungsfokus: Statt der Illusion rein materiellen Fortschritts und sozialer Kontrolle nachzulaufen, zwingen die aktuellen gesellschaftlichen Probleme dazu eine grundlegende Bewusstheit für die Interdependenzen in einem globalen Systemzusammenhang zu erlangen. Den damit verbundenen Wechsel der Perspektive beschreibt der amerikanische Organisationsforscher Otto Scharmer in seinem aktuellen Buch als „shift from ego- to ecosystem perspektive“.

Da sich die aktuellen Probleme nicht mit den Denkweisen und Methoden von gestern lösen lassen, entwirft O. Scharmers Ansatz des U-Prozess ein Rahmenwerk, in dem neue, kreative Entwicklungswege und Ansätze für Problemlösungen entstehen können. Er bezieht explizit verschiedene Systemebenen mit ein: Erstens die Entwicklung des Bewusstseins desjenigen, der an Problemlösungen arbeitet, zweitens die Entwicklung des Umfelds in dem sich Lösungen bewähren müssen, drittens die Entwicklung neuer technischer Instrumente oder sozialer Techniken für die Umsetzung neuer Lösungen. Der Kern des U-Prozess geht dabei über das Rationale hinaus – erst durch den Kontakt mit den intuitiven, visionären Quellen des Menschen lassen sich wirklich innovative Schritte in eine erstrebenswerte Zukunft anvisieren. Das zehnwöchige virtuelle Entwicklungsprogramm U.Lab (www.presencing.com) findet 2015 bereits im zweiten Durchgang statt und lässt die Teilnehmenden die einzelnen Schritte eines U-Prozess selbst erleben.

Führen von der Zukunft her